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Auf dem Gelände des ehemaligen Arbeitshauses Berlin Rummelsburg versammelten gestern der Arbeitskreis Marginalisierte - gestern und heute und der Verein extramural e.v. einen kleinen Kreis zu einem Gedenken an die Verfolgten der Aktion "Arbeitsscheu Reich", die am 13. Juni vor 80 Jahren begann.

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Zum Auftakt las Anne Allex einen Text zu den 3 Aktionen "Arbeitsscheu Reich" vom 21.-30.4.1938 im "Reichsgebiet" (2000 Personen), der Aktion vom 24.10.1938 im besetzten Österreich (1200 Juden) und der Aktion vom 13.6.1938-18.6.1938 im deutschen Reichsgebiet (9000 Personen). Sie stellte dabei heraus, dass diese Aktionen auf den Erlaß zur vorbeugenden Verbrechensbekämpfung von Dezember 1937 zurückgingen. Dieser Erlaß drückte den Wunsch und  Willen der faschistischen Machthaber aus, vor allem unangepasste Personen und als Juden verfolgte Personen zu verhaften, die angeblich wegen kleiner Übertretungen aufgefallen waren und das neue Regime nicht internalisiert hatten oder internalisieren wollten.

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Lothar Eberhardt spielte Lieder auf der Flöte und las Gedichte der Vagabunden vor.

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Dr. Bernhard Bremberger erzählte die Lebensgeschichte des Pflegers Tress, der eigentlich ein Dichter war, und mehr oder weniger zufällig 30 Jahre als Pfleger im Arbeitshaus Rummelsburg angestellt war. Zwischendrin trug Lothar Eberhardt Gedichte des Pflegers Tress vor.

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Die Gespräche drehten sich auch um die beschädigten Steelen. Hauptkommissar Peter Fischbach berichtete, daß nur ein Teil der Tafeln vom Tiefbauamt sichergestellt werden konnte. Es wurde eine Vase mit einem Strauß roter und weißer Rosen geschnitten und arrangiert. Am Samstag den 16. Juni wird sich das Bezirksamt am Gedenkort versammeln.

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Ausschnitt
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